Feuerwehraktionswoche 2008

Der Mensch sichert sich gegen viele Unabwägbarkeiten des Lebens ab. Im Wagen legen die meisten Menschen ihren Sicherheitsgurt an, sie überqueren die Straßen nicht ohne nach rechts und links zu sehen, kaufen keinen Neuwagen ohne Airbag oder sie verschließen Nachts zu Hause aus Sicherheitsgründen die Wohnungstür. 

Bei aller Vorsicht verdrängen die meisten Menschen eine große Gefahr aus ihrem Bewusstsein: Den Wohnungsbrand. Jährlich brennt es in deutschen Haushalten bis zu 200.000 mal, dabei sterben knapp sechshundert Menschen und sechzigtausend Menschen entkommen mit nur knapper Not der häuslichen Brandfalle. Bei den Bränden entstehen jährlich Sachschäden bis zu vier Milliarden Mark. Auslöser für die Millionenschweren Katastrophen sind oft Bagatellen. Umgefallene Kerzen, glühende Zigarettenkippen im Mülleimer, vergessene Herdplatten, defekte Elektrogeräte und Wärmestaus im Stand-by-Betrieb von Einbaugeräten. Besonders gefährlich sind Schwelbrände, deren giftige Dämpfe sich lautlos ausbreiten. Nachts haben die Opfer keine Chance, sie ersticken im Schlaf ohne aufzuwachen.

Vorbeugender Brandschutz

Der einzig wirksame Schutz gegen Brände ist der verantwortungsvolle Umgang mit möglichen Gefahrenquellen, die Installation von Rauchmeldern und die Anschaffung beispielsweise von Löschdecken, um kleinere Brände schnell unter Kontrolle zu bringen. 

Rauchmelder retten Leben

Das wichtigste Instrumentarium beim vorbeugenden Brandschutz ist zweifelsohne der Rauchmelder. Durch das laute akustische Signal werden alle Bewohner geweckt und gewinnen so wertvolle Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Rauchmelder sind nur so groß wie eine Kaffeetasse, batteriebetrieben und lassen sich problemlos an jede Decke schrauben. Das lebensrettende Gerät funktioniert nach dem photo-optischen Prinzip, bei dem durch die "Dunkelkammer" des Rauchmelders ein Lichtstrahl geschickt wird. Wenn der Lichtstrahl durch einströmenden Rauch unterbrochen wird, meldet sich das Gerät mit einem unüberhörbaren Signalton.  Schon ein Rauchmelder im Flur einer Wohnung bietet einen Mindestschutz, am wirkungsvollsten ist der Schutz, wenn in jedem Zimmer ein Rauchmelder installiert ist. VdS-geprüfte Rauchmelder garantieren die nötige Sicherheit, damit der Rauchmelder auch funktioniert, wenn es ernst wird. 

Kleine Brände in der Entstehungsphase selbst löschen

Eine Löschdecke gehört in jede Küche. Glühende Herdplatten, übersättigte Filter in Dunstabzugshauben und Fettbrände explodieren, wenn mit Wasser gelöscht wird. Daher ist es wichtig, eine Löschdecke griffbereit zu haben, die kleinere Brände in der Küche relativ gefahrlos erstickt. Feuerlöscher, die Flammen mit Schaum oder Pulver ersticken, sollten gut erreichbar im Treppenhaus montiert und verlässlich gewartet sein. 

Der richtige Umgang mit möglichen Gefahrenquellen

Bei Elektrogeräten wie Heizstrahlern- und Lüftern ist zu beachten, dass keine Kleider oder andere Gegenstände darauf abgelegt werden. Beim Einbau von Geräten muss Platz zum Entweichen der warmen Luft eingeplant werden, um einen Hitzestau zu vermeiden. Einbaugeräte nie beim Verlassen der Wohnung oder nachts im Stand-by-Modus lassen. Heizdecken dürfen nur ganz ausgebreitet verwendet werden. Bei Wasserkochern und Kaffeemaschinen ist immer darauf zu achten, dass genügend Flüssigkeit eingefüllt ist. Verschmutzte Isolierungen von Haushaltsgeräten, Mehrfachstecker oder unfachmännisch reparierte Elektrogeräte verursachen mitunter, dass der Strom sich neue Wege sucht (Kriechstrom). Ein FI Schalter (Elektrohandel) unterbindet die Stromzufuhr, sobald sich der Strom auf Abwege macht. Kinder zündeln gerne und unterschätzen dabei die Gefahren des Feuers. Mit Kindern sollte der Umgang mit Feuer in Anwesenheit der Eltern geübt werden. Feuerzeuge und Streichhölzer müssen verschlossen aufbewahrt werden. 

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