Atemschutz

Aufgaben der Atemschutzgeräteträger

Die Anforderungen im Bereich Atem- und Vollschutz werden, in Hinsicht auf den steigenden Industrialisierungsgrad der heutigen Gesellschaft und das vermehrte Vorkommen von gefährlichen Stoffen im Alltag, von Jahr zu Jahr umfangreicher

 

Die Atemschutzträger sind die Frontkämpfer der Feuerwehr. Ihre Aufgabe ist es, den Feind Feuer auf kürzester Distanz zu bekämpfen.

 

Um den Selbstschutz zu gewährleisten, sind Atemschutzträger besonders ausgerüstet. Durch die umgebungsluftunabhängige Atmung sind sie in der Lage, auch in dicht verrauchten, heißen Räumen Personen zu retten und das Feuer zielgenau zu bekämpfen.


Personal und Ausrüstung

Die Feuerwehren in Leinach verfügt derzeit über rund 20 Atemschutzgeräteträger. Sie werden aus den Atemschutzgruppen der Feuerwehren aus Ober- und Unterleinach gestellt.

Leiter Atemschutz und somit Verantwortlicher für die Abteilung bei der Feuerwehr Oberleinach ist unser zweiter Kommandant Fabian Schmitt. Er betreut dieses umfangreiche Aufgabengebiet.
So ist er nicht nur dafür zuständig das regelmässig Übungen durchgeführt werden, sondern auch für die Einsatzbereitschaft von Material und Ausrüstung verantwortlich. Diese Verantwortung teilt er sich mit dem Gruppenführer Atemschutz der Feuerwehr Unterleinach, Thorsten Fuchs.  

Die Leinacher Feuerwehren verfügen insgesamt über 8 Pressluftatmer Dräger PSS 100, vier davon sind mit dem System „Dräger Man Bodygard“ ausgestattet und vier mit herkömmlichen Manometern.

Sehr zufrieden sind die Leinacher Floriansjünger von ihrem Schutzengel, dem "Dräger Man Bodygard", der das bisherige Druckmanometer und die Rückzugspfeife ersetzt. Ab dem Aufdrehen der Preßluftflasche wird der Geräteträger von seinen Aufgaben entlastet. Es folgt eine vollelektronische Kurzprüfung des Gerätes und liefert dem Träger Informationen über Flaschendruck und Restgebrauchszeit. Während des Einsatzes überwacht der Bodygard den Geräteträger und liefert ihm Informationen über Flaschendruck (digital und analog), Restgebrauchszeit in Abhängigkeit von der körperlichen Belastung, Umgebungstemperatur und gibt ein akustische und optisches Warnsignal bei 50 % des Flaschendrucks und permanent bei 50 bar. Bleibt der Geräteträger länger bewegungslos, so gibt der Schutzengel nach 25 sec. einen Voralarm, der sich bei 30 sec. in einen äußerst lauten Daueralarm wandelt, wenn bis dahin keine Bewegung erfolgt. Der Daueralarm kann auch manuell ausgelöst werden. Hat der Daueralarm einmal ausgelöst, so kann er nur vom außerhalb des Gefahrenbereichs befindlichen Löschmeister deaktiviert werden. Es ermöglicht den Kameraden also eine gegenseitige Überwachung und leichte Ortung im persönlichen Ernstfall. Außerdem zeichnet der Bodygard alle Einsatzdaten auf, die bei etwaigen besonderen Vorkommnissen schnell analysiert werden können.


Übungen

Es werden im Jahr mehrer Atemschutzübungen durchgeführt. Jeder Atemschutzgeräteträger muss zudem einmal jährlich die Atemschutzstrecke in der Feuerwehrschule Würzburg durchlaufen. Hierbei handelt es sich um einen anspruchsvollen Testparkcour bei dem die Teilnehmer zahlreiche Hindernisse unter Einsatzbedingungen meistern müssen.

Dank der regen Teilnahme an den Übungen und Ausbildungsveranstaltungen kann den Kameraden in Leinach ein guter Ausbildungsstand bescheinigt werden.


Atemschutzwerkstatt

Durch die Inbetriebnahme der Atemschutzpflegestelle des Landkreises Würzburg, im August 1995 in Leinach, wurde die Betreuung der Wehren im westlichen Landkreis, die mit Atemschutz arbeiten, wesentlich verbessert. 

Der damalige Bürgermeister der Gemeinde Leinach und stv. Landrat Andreas Oestemer betonte in seiner damaligen Rede, dass er froh sei, dass nach zähen Ringen eine zweite Einrichtung zur Pflege und Betreuung der Atemschutzgeräte im Landkreis in Leinach installiert wurde. Damit werden den Wehren weite Wege bis zur nächsten Werkstatt erspart.


Der Raum für die Atemschutz-Werkstatt wurde von der Gemeinde Leinach zur Verfügung gestellt, und ist im Feuerwehrhaus integriert.
Der Atemluft-Kompressor mit Fülleiste an der auf einmal zwei Atemluftflaschen mit 200 bar und vier Atemluftflaschen mit 300 bar gefüllt werden können, die Gerätschaften zum Prüfen und Testen der Atemschutzgeräte und der Atemschutzmasken sowie der Lungenautomaten kosteten insgesamt ca. 74 000 DM.

Mit Inbetriebnahme der zentralen Atemschutzwerkstatt des Landkreises im März 2010 in Klingholz hat die Pflegestelle in Leinach große Teile ihrer Aufgaben verloren. Prüfgeräte und Ausrüstungsteile wurden abgezogen, so dass nur noch Komponenten gereinigt und Flaschen gefüllt werden konnten.

Im Dezember 2011 schaffte die Gemeinde Leinach für rund 5.000,00 € ein eigenes Prüfgerät für die Atemschutzmasken an. Seitdem können zumindest diese regelmäßigen Prüfungen wieder selbst vorgenomen werden.

Betreut wird die Pflegestelle von den Kameraden Thorsten Fuchs und Fabian Schmitt.


Atemschutzlehrgänge in Leinach

Von 1988 bis 2011 wurden im Feuerwehrhaus Leinach über 800 Feuerwehrmänner und Frauen zum Atemschutzgeräteträger ausgebildet.

Die Teilnehmer werden bei diesem Lehrgang bis an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit gefordert. An Brand und Unfallstellen werden die Einsatzkräfte der Feuerwehren in zunehmenden Maße von Atemgiften meist unbekannter Zusammensetzung bedroht. Aus diesen Gründen wurden in den zurückliegenden Jahren in großem Umfang umluftunabhänige Atemschutzgeräte beschafft. Die meisten Löschfahrzeuge sind heute mit Pressluftatmern ausgestattet.


In den ersten Jahren erfolgte die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger an den staatlichen Feuerwehrschulen. Da die Kapazität dort begrenzt ist, wurde die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger zunehmend auf Kreisebene verlagert. Dies hat den Vorteil, dass für die Teilnehmer der mit einem Lehrgangsbesuch an der staatlichen Feuerwehrschule verbundene Aufwand entfällt und Kosten bis zu 400.- EUR pro Lehrgangsteilnehmer für die Gemeinden eingespart werden.

Lehrgänge für Atemschutzgeräteträger erfordern eine fundierte Ausbildung und bestimmte Voraussetzungen. Jeder Geräteträger wird vor der Ausbildung von einem Arzt untersucht. An zwei Samstagen und sechs Abenden wird den Teilnehmern Wissen aus den Bereichen, Atmung des Menschen, Atemgifte, Atemschutzgeräte, Einsatztaktik und Einsatzgrundsätze sowie Wartung und Pflege von Atemschutzgeräten vermittelt.
Eine Einsatzübung unter schwersten Voraussetzungen rundet den praktischen Teil der Ausbildung ab.

Nach der Fertigstellung des zentralen Feuerwehrzentrums des Landkreises Würzburg in Klingholz im Jahr 2010 wurden noch zwei Lehrgänge des Inspektionsbereiches West in Leinach durchgeführt.
Seit dem Jahr 2011 werden die Lehrgänge für Atemschutzgeräteträger nur noch im Feuerzentrum in Klingholz angeboten.


Feuerwehr Aktuell

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20.11.13 19:00

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Einsatz-Nr. 71 - Brand

08.11.13 12:19

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